SCHNABEL
SCHNABEL 7+8

Für die Jahrgangsstufen 7 und 8 wird SCHNABEL seit dem Schuljahr 2022/23 eingesetzt. Die Durchführung ist für alle staatlichen Schulen innerhalb eines Testzeitraums Anfang, Mitte oder Ende des Schuljahres verpflichtend.
Welche Inhalte werden in SCHNABEL 7 + 8 erhoben?
- Wörter schreiben
Das Wortdiktat besteht zu Beginn der siebten Klassenstufe aus 16 Wörtern, Mitte und Ende der siebten Klassenstufe sowie zu allen drei Erhebungszeiträumen der achten Klassenstufe sind es 12 Wörter. Die Auswertungen umfassen die korrekte Schreibweise von Wörtern und Graphemen. Außerdem liefern sie detaillierte Rückmeldungen zur Wortstruktur (zum Beispiel Wörter mit ck, tz [vererbt], silbentrennendem h [vererbt], Dehnungs-h und Doppelkonsonanten an der Morphemfuge) und zu weiteren Fehlerschwerpunkten (zum Beispiel Wörter mit ie, Präfixen, Suffixen, Auslautverhärtungen, Umlauten, ß, Fugen-s und Fremdwörter).
Satzdiktat
Das Satzdiktat besteht zu Beginn der siebten Jahrgangsstufe aus 5 Sätzen, Mitte und Ende der siebten Jahrgangsstufe sowie zu allen drei Erhebungszeiträumen der achten Jahrgangsstufe aus 4 Sätzen. Zusätzlich zu den im Wortdiktat identifizierten Fehlerschwerpunkten geben die Auswertungen ab Mitte der siebten Jahrgangsstufe Auskunft über die korrekte Anwendung von „dass“ sowie korrekt gesetzte Satzzeichen.Groß- und Kleinschreibung
Der Aufgabenteil zur Groß- und Kleinschreibung enthält zu Beginn der siebten Jahrgangsstufe 8 Aufgaben, Mitte und Ende der siebten Jahrgangsstufe sowie zu Beginn der achten Jahrgangsstufe 8 Aufgaben und Mitte und Ende der achten Jahrgangsstufe 10 Aufgaben. Wie im Satzdiktat werden hier die satzinitiale Großschreibung sowie die satzinterne Groß- und Kleinschreibung ausgewertet (Konkreta und Abstrakta mit und ohne Suffix sowie mit und ohne Artikelwort oder Adjektivattribut). Zusätzlich liegt der Fokus der Fehleranalyse auf Substantiven mit vorangestelltem Indefinitpronomen und auf Substantivierungen.
Welcher Wert bildet die Grundlage für Förderentscheidungen?
Ab dem Erhebungszeitpunkt Mitte Klasse 7 werden Förderentscheidungen auf der Grundlage eines Gesamtkennwertes getroffen. Dieser Wert setzt sich folgendermaßen zusammen: Zu einem Drittel fallen die Ergebnisse aus der satzinternen Großschreibung ins Gewicht, ein Drittel ergibt sich aus den korrekten Schreibungen von Fremdwörtern sowie von Wörtern mit ä/äu, ck/tz (vererbt), Dehnungs-h, Fugen-s, ie, ß und Doppelkonsonanten (vererbt und an der Morphemfuge). Weitere 20 Prozent des Gesamtkennwerts bildet der relative Anteil korrekt geschriebener Grapheme (inklusive der Groß- und Kleinschreibung) und zu 14 Prozent geht der relative Anteil korrekt geschriebener Satzzeichen ein.
Jeder Gesamtkennwert entspricht einem Vergleichswert, dem sogenannten Prozentrang (PR). Dieser Prozentrang bildet die Grundlage für alle Förderentscheidungen im Bereich Rechtschreibung.