
Individualdiagnostik
SCHNABEL
SCHNABEL steht für „schreiben (ist das Ergebnis von), nachdenken, anwenden, behalten, erfolgreich lernen“. Mit diesem individualdiagnostischen Verfahren erfassen Sie die Rechtschreibkompetenzen Ihrer Schüler*innen. Die Auswertungen unterstützen Sie dabei, Ihren Rechtschreibunterricht auf die Bedürfnisse Ihrer Klasse abzustimmen. Auf Grundlage der SCHNABEL-Ergebnisse können Sie zudem gezielt Förderentscheidungen treffen.

Wer führt Schnabel durch?
Klassenlehrkräfte, Fachlehrkräfte Deutsch, Förderkoordinationen, Sprachlernberatungen, SCHNABEL-Beauftragte, Fachleitungen Deutsch, Abteilungsleitungen (Didaktische Leitungen) oder Schulleitungen
Wie funktioniert SCHNABEL?
SCHNABEL untersucht unterschiedliche Rechtschreibphänomene. Mit steigendem Wissensstand der Lernenden nehmen die Testmodule an Komplexität zu. Die Aufgaben für jeden Erhebungszeitpunkt orientieren sich an den Inhalten der Hamburger Bildungspläne und wurden auf der Grundlage des schriftstrukturellen Ansatzes entwickelt.
Die Testbögen enthalten unterschiedliche (bildgestützte) Aufgabenformate: Auf den Basisbögen für alle Stufen sollen die Kinder einzelne Wörter verschriftlichen (Wörter schreiben). Ab Klasse 3 ist zusätzlich ein Satzdiktat enthalten. Hinzu kommen außerdem Aufgaben, die explizit die Groß- und Kleinschreibung überprüfen.
Wie können Sie die Ergebnisse nutzen?
Die SCHNABEL-Ergebnisse dienen dazu, Lernfortschritte zu erfassen und Förderbedarfe zu erkennen. Außerdem ist SCHNABEL das offizielle Diagnose-Instrument für die Beantragung und/ oder Gewährung von Fördermaßnahmen. Bitte beachten Sie hierbei: Für Kinder von Mitte der Jahrgangsstufe 1 bis Ende der Jahrgangsstufe 6 bildet der Wert für richtig geschriebene Grapheme die Grundlage für Förderentscheidungen, ab Jahrgangsstufe 7 ist der Gesamtkennwert relevant für eine Förderung.
Wie viel Zeit müssen Lehrkräfte für SCHNABEL einplanen?
Alle Schüler*innen dürfen bei den SCHNABEL-Tests in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Die Testzeit ist nicht festgelegt, da es sich nicht um einen Speedtest handelt. Sehr langsam schreibende Schüler*innen können SCHNABEL auch zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb des vorgegebenen Erhebungszeitraums zu Ende schreiben.
Ist die Teilnahme an SCHNABEL freiwillig?
Bis zur 8. Jahrgangsstufe ist SCHNABEL verpflichtend durchzuführen. In den Jahrgangsstufen 1 bis 4 gibt es zwei verbindliche Erhebungszeitpunkte – zur Mitte und zum Ende des Schuljahres. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 wird zusätzlich ein Erhebungszeitpunkt Anfang des Schuljahres angeboten. In diesen Jahrgangsstufen ist nur noch eine SCHNABEL-Erhebung pro Schuljahr verpflichtend. Ab der Jahrgangsstufe 9 ist die Durchführung von SCHNABEL freiwillig und wird nicht mehr mit der gesamten Klasse durchgeführt, sondern nur noch mit den Schüler*innen, die Förderung benötigen. SCHNABEL löst damit die bisher zur Diagnose von Rechtschreibkompetenzen eingesetzte „Hamburger Schreibprobe“ (HSP) vollständig ab.