SCHNABEL
SCHNABEL 3+4

Für die Jahrgangsstufen 3 und 4 wird SCHNABEL seit dem Schuljahr 2019/20 eingesetzt. Die Durchführung ist für alle staatlichen Grundschulen Mitte und Ende des Schuljahres verpflichtend.
Welche Inhalte werden in SCHNABEL 3 + 4 erhoben?
- Wörter schreiben
Das Wortdiktat besteht in der dritten und vierten Jahrgangsstufe aus 16 Wörtern. Die Auswertungen umfassen die korrekte Schreibweise von Wörtern und Graphemen. Außerdem liefern sie detaillierte Rückmeldungen zur Wortstruktur (zum Beispiel Wörter mit ck, tz, silbentrennendem h, Dehnungs-h und Doppelkonsonanten), zum Anfangsrand der Stammsilbe (zum Beispiel St- und Sp-), zu weiteren Fehlerschwerpunkten (zum Beispiel zu Präfixen, Suffixen, Auslautverhärtungen, Umlauten und Wörtern mit ß) und zu Wortendungen (zum Beispiel -e, -en und -er).
- Satzdiktat
Das Satzdiktat besteht in der dritten Jahrgangsstufe aus 3 Sätzen, in der vierten Jahrgangsstufe aus 4 Sätzen. Neben den im Wortdiktat identifizierten Fehlerschwerpunkten berücksichtigt die Auswertung des Satzdiktats die korrekte Schreibung von kleinen (Funktions-)Wörtern (zum Beispiel und) sowie das Setzen von Leerzeichen, das Zusammenschreiben komplexer Wörter, die satzinitiale Großschreibung sowie die satzinterne Groß- und Kleinschreibung.
- Groß- und Kleinschreibung
Zusätzlich zum Wortdiktat testet ein spezieller Aufgabenteil die Groß- und Kleinschreibung. In der dritten Jahrgangsstufe enthält dieser Teil 4 Aufgaben, in der vierten Jahrgangsstufe 3 umfangreichere Aufgaben. Die Auswertung prüft wie im Satzdiktat die satzinitiale Großschreibung sowie die satzinterne Groß- und Kleinschreibung unter Berücksichtigung von Konkreta und Abstrakta mit und ohne Suffix sowie mit und ohne Artikelwort oder Adjektivattribut.
Welcher Wert bildet die Grundlage für Förderentscheidungen?
Für jedes Kind wird der Anteil korrekt geschriebener Grapheme (gesamt) unter Berücksichtigung der Groß- und Kleinschreibung für das Wortdiktat und das Satzdiktat berechnet, aus dem sich ein Vergleichswert, ein sogenannter Prozentrang (PR) ergibt. Dieser Prozentrang bildet die Grundlage für alle Förderentscheidungen im Bereich Rechtschreibung.