SCHNABEL
SCHNABEL 8+

Für die Jahrgangsstufen 9 und 10 wird SCHNABEL seit dem Schuljahr 2023/24 angeboten. Die Durchführung ist freiwillig. Sie können entscheiden, wann und mit welchen Ihrer Schüler*innen Sie die Tests im laufenden Schuljahr durchführen möchten. Im Gegensatz zu den SCHNABEL-Testungen in niedrigeren Jahrgängen empfiehlt sich SCHNABEL 8+ nur für einzelne Schüler*innen mit Verdacht auf Förderbedarf.
Welche Inhalte werden in SCHNABEL 8+ erhoben?
- Wörter schreiben
Das Wortdiktat besteht aus 12 Wörtern. Die Auswertungen umfassen die korrekte Schreibweise von Wörtern und Graphemen. Außerdem liefern sie detaillierte Rückmeldungen zur Wortstruktur (zum Beispiel Wörter mit ck, tz [vererbt], silbentrennendem h [vererbt], Dehnungs-h und Doppelkonsonanten an der Morphemfuge) und zu weiteren Fehlerschwerpunkten (zum Beispiel Wörter mit ie, Präfixen, Suffixen, Auslautverhärtungen, Umlauten, ß, Fugen-s und Fremdwörter).
Satzdiktat
Das Satzdiktat besteht aus 4 Sätzen. Zusätzlich zu den im Wortdiktat identifizierten Fehlerschwerpunkten geben die Auswertungen Auskunft über die korrekte Anwendung von „dass“ sowie korrekt gesetzte Satzzeichen.Groß- und Kleinschreibung
Der Aufgabenteil zur Groß- und Kleinschreibung enthält 10 Aufgaben. Die Auswertung prüft wie im Satzdiktat die satzinitiale Großschreibung sowie die satzinterne Groß- und Kleinschreibung unter besonderer Berücksichtigung von Konkreta und Abstrakta mit und ohne Suffix sowie mit und ohne Artikelwort oder Adjektivattribut. Zusätzlich liegt der Fokus der Fehleranalyse auf Substantiven mit vorangestelltem Indefinitpronomen und Substantivierungen.
Welcher Wert bildet die Grundlage für Förderentscheidungen?
Förderentscheidungen werden auf der Grundlage eines Gesamtkennwertes getroffen. Dieser Wert setzt sich folgendermaßen zusammen: Zu einem Drittel fallen die Ergebnisse aus der satzinternen Großschreibung ins Gewicht, ein Drittel ergibt sich aus den korrekten Schreibungen von Fremdwörtern sowie von Wörtern mit ä/äu, ck/tz (vererbt), Dehnungs-h, Fugen-s, ie, ß und Doppelkonsonanten (vererbt und an der Morphemfuge). Weitere 20 Prozent des Gesamtkennwerts bildet der relative Anteil korrekt geschriebener Grapheme (inklusive der Groß- und Kleinschreibung) und zu 14 Prozent geht der relative Anteil korrekt geschriebener Satzzeichen ein.
Jeder Gesamtwert entspricht einem Vergleichswert, dem sogenannten Prozentrang (PR). Dieser Prozentrang bildet die Grundlage für alle Förderentscheidungen im Bereich Rechtschreibung.