
Individualdiagnostik
ÜKO – Überfachliche Kompetenzen
Kooperationsfähigkeit, Zielorientierung und Lernstrategien – solche überfachlichen Kompetenzen stellen die Weichen für den schulischen Erfolg und die persönliche Entwicklung von Schüler*innen. Bereichsübergreifende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen sind sowohl Voraussetzung als auch Ziel langfristig erfolgreicher Bildungsprozesse. Sie sind in den Hamburger Bildungsplänen aller Fächer verankert. Das IfBQ stellt für die Dokumentation der überfachlichen Kompetenzen Ihrer Schüler*innen Erfassungsbögen und Auswertungen zur Verfügung.
Wer führt die Erhebungen durch?
- Pädagogische Fachkräfte (Fremdeinschätzung für die Klassenstufen 1 bis 13)
- Schüler*innen (Selbsteinschätzung für die Klassenstufen 3 bis 13)
Kompetenzbereiche
- personale Kompetenzen (Selbstwirksamkeit, Selbstbehauptung, Selbstreflexion)
- lernmethodische Kompetenzen (Lernstrategien, Problemlösefähigkeit, Medienkompetenz)
- soziale Kompetenzen (Kooperationsfähigkeit, konstruktiver Umgang mit Konflikten, konstruktiver Umgang mit Vielfalt)
- motivationale Einstellungen (Zielorientierung, Lernmotivation, Ausdauer)
So läuft die Erfassung von überfachlichen Kompetenzen ab
Das IfBQ stellt pädagogischen Fachkräften für die Klassenstufen 1 bis 13 Einschätzungsbögen für die Dokumentation überfachlicher Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Mithilfe der Materialien können Schüler*innen allgemeinbildender Schulen von der Klasse 1 bis zur Jahrgangsstufe 13 kontinuierlich begleitet werden: Die Dokumentationen anhand standardisierter Fragen erleichtern es den Lehrkräften, Entwicklungsprozesse einschätzen und Unterstützungsbedarfe erkennen zu können. Für Schüler*innen ab der Klassenstufe 3 gibt es zusätzlich einen Erfassungsbogen zur Selbsteinschätzung. Die Fragebögen können zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Schuljahr ausgefüllt werden. Schüler*innen und Fachkräfte können die Antworten entweder direkt digital eingeben oder Fragebögen ausdrucken. In Papierform ausgedruckte Bögen müssen nach Bearbeitung durch die pädagogische Fachkraft in eine digitale Maske übertragen werden. Die Ergebnisse werden am Tag nach der Eingabe der Einschätzungsbögen in digitaler Form im Portal bereitgestellt.
Warum sind die Einschätzungsbögen hilfreich?
Es bietet sich an, die Bögen zur Vorbereitung von Lernentwicklungsgesprächen und zur individuellen Förderplanung zu nutzen. Der gezielte Blick auf die überfachlichen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen macht die Potenziale der Schüler*innen jenseits vom erworbenen Fachwissen sichtbar. So ergeben sich Ansatzpunkte für die gezielte Unterstützung der einzelnen Schüler*innen. Der Einsatz eines standardisierten Verfahrens und transparent formulierter Kriterien erleichtert und versachlicht die Kommunikation zwischen allen am Bildungsprozess beteiligten Personen.
Wie viel Zeit müssen Lehrkräfte für das Verfahren einplanen?
Planen Sie für das Ausfüllen der Fragebögen zur Selbsteinschätzung von Schüler*innen je nach Jahrgangsstufe inklusive Vorbereitung und Erläuterung der Ausfüllhinweise zwischen 15 und 30 Minuten ein! Das Ausfüllen des Lehrkräftefragebogens dauert nach einer Vorbereitung von 15 bis 30 Minuten zwischen 2 und 5 Minuten pro Schüler*in.