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SCHNABEL

Inhaltliche Fragen

SCHNABEL steht für "schreiben (ist das Ergebnis von) nachdenken, anwenden, behalten, erfolgreich lernen" und nimmt damit Bezug auf den Prozess des Rechtschreiberwerbs.

Die Teilnahme an SCHNABEL ist aktuell für alle (staatlichen) Hamburger Schulen in den Jahrgangsstufen 1 bis 8 verpflichtend. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 ist SCHNABEL optional und wird vor allem mit den Schüler*innen durchgeführt, bei denen (potenziell) Förderbedarf besteht. Die SCHNABEL-Erhebungen zur Mitte und zum Ende des Schuljahres mit dem Basisbogen sind in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 obligatorisch. In den Jahrgangsstufen 5 bis 8 ist jeweils eine Durchführung pro Schuljahr (Anfang, Mitte oder Ende des Schuljahres) verpflichtend.  Selbstverständlich kann SCHNABEL aber auch in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 häufiger eingesetzt werden.

In den Jahrgangsstufen 1 bis 4 wird SCHNABEL verpflichtend in den Erhebungszeiträumen Mitte (Dezember/Januar) und Ende (Mai/Juni) des Schuljahres durchgeführt. In den Jahrgangsstufen 5 bis 8 muss nur noch eine Erhebung pro Schuljahr durchgeführt werden, entweder Anfang (August/September), Mitte (Dezember/Januar) oder Ende (Mai/Juni) des Schuljahres. Selbstverständlich kann SCHNABEL aber auch in diesen Jahrgangsstufen mehrfach pro Schuljahr eingesetzt werden. Innerhalb der genannten Erhebungszeiträume kann der genaue Tag der Durchführung frei gewählt werden. 

In den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird SCHNABEL nach Bedarf mit Schüler*innen mit (potenziellem) Sprachförderbedarf durchgeführt. Hier gibt es keine festen Zeitfenster und der Termin kann völlig frei gewählt werden.

Sollten Ihre Fragen in diesem FAQ-Bereich nicht beantwortet werden, werfen Sie bitte – sofern Sie zugriffsberechtigt sind – einen Blick in die SCHNABEL-Handreichung. Bei weiteren Anliegen schreiben Sie gerne direkt an schnabel@ifbq.hamburg.de oder nutzen Sie das Kontaktformular auf der SCHNABEL-Website.

SCHNABEL wird aktuell an den (staatlichen) Hamburger Schulen verpflichtend in den Jahrgangsstufen 1 bis 8 eingesetzt. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird SCHNABEL für Schüler*innen mit (potenziellem) Sprachförderbedarf eingesetzt. Die Durchführung mit allen anderen Schüler*innen in diesen Jahrgangsstufen ist optional.

Alle Aufgaben sind in Aufgabenentwicklungsgruppen, die durch das IfBQ geleitet und betreut werden, entstanden. Diese Gruppen setzen sich aus erfahrenen Hamburger Lehrkräften der entsprechenden Schulformen sowie einer fachdidaktischen Begleitung zusammen. Alle entwickelten Aufgaben wurden von den fachdidaktischen Begleitungen von der Universität Hamburg sowie der Universität Bielefeld auf ihre Eignung überprüft und in sogenannten Pilotierungen an Hamburger Schulen getestet. Nur Aufgaben, die bestimmten Vorgaben hinsichtlich testmethodischer und inhaltlicher Gütekriterien genügen, werden in den SCHNABEL-Testbögen eingesetzt.

Bei Fragen zu den Ergebnissen Ihres Kindes wenden Sie sich bitte direkt an die Schule. Eine Einsicht in die Individualrückmeldung Ihres Kindes ist grundsätzlich möglich. Die Klassenrückmeldung kann jedoch nicht eingesehen werden, da diese auch die Ergebnisse der anderen Kinder der Klasse enthält. Auch die Testbögen sind nicht zugänglich, da die Aufgaben zu einem gewissen Grad geschützt sind.

Für SCHNABEL sollte nicht explizit geübt werden. Es handelt sich nicht um eine Klassenarbeit, sondern um ein Diagnoseinstrument. Dennoch kann es sinnvoll sein, auch außerhalb der Schule das Thema Rechtschreibung aufzugreifen.

SCHNABEL wird direkt im Unterricht von der jeweiligen (Deutsch-)Lehrkraft durchgeführt. Ob darüber hinaus in der Schule eine Person die Koordination der Durchführung und beispielsweise die Organisation einer Nutzung von einheitlichen Bögen übernimmt, bleibt jeder Schule selbst überlassen.

Als Lehrkraft an einer Hamburger Schule erhalten Sie Ihren Zugang schulintern von Ihrer Schulleitung (oder von einer Person aus dem Kollegium, die die Aufgabe der Zugangsverwaltung übernommen hat). Falls Ihnen als Schulleitung einer Hamburger Schule noch kein Zugang vorliegt, wenden Sie sich bitte an schnabel@ifbq.hamburg.de

Die Durchführung von SCHNABEL sollte normalerweise nicht länger als eine Schulstunde dauern. Da alle Schüler*innen in ihrem eigenen Tempo arbeiten können sollen, gibt es jedoch keine feste Zeitvorgabe. Es liegt im Ermessen der Lehrkraft, wann sie eine Durchführung beendet. Schüler*innen, die früher fertig sind, können für den Rest der Zeit eine andere Aufgabe erhalten. Schüler*innen, die mehr Zeit benötigen, dürfen SCHNABEL idealerweise zeitnah (weniger Tage später) zu Ende schreiben.

Die Durchführung erfolgt in der Regel mit der gesamten Klasse an einem frei gewählten Tag innerhalb des Erhebungszeitraums. Nach dem Austeilen der Testbögen werden zunächst Aufgaben(-formate) besprochen und unklare Begriffe erklärt, damit nicht der Wortschatz, sondern gezielt die Rechtschreibkompetenz überprüft wird.

Die Schüler*innen arbeiten weitgehend in ihrem eigenen Tempo, lediglich das Satzdiktat wird von der Lehrkraft gemeinsam mit der Klasse durchgeführt.  In den Jahrgangsstufen 3 bis 6 dürfen Satzzeichen noch mitdiktiert werden, ab Jahrgangsstufe 7 wird die Interpunktion gewertet und Satzzeichen dürfen nicht mehr vorgegeben werden.  Beim Vorlesen der Wörter und Sätze sollte die Lehrkraft auf eine möglichst natürliche Aussprache achten. Sollten Schüler*innen früher fertig sein, können sie sich still anderweitig beschäftigen. Wer mehr Zeit benötigt, kann die Erhebung zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb des Zeitraums beenden (möglichst nur wenige Tage später). Detaillierte, jahrgangsspezifische Informationen finden registrierte Nutzer*innen im Portal als Download in der SCHNABEL-Handreichung sowie in den jeweiligen Durchführungs- und Auswertungsanleitungen.

In erster Linie dient SCHNABEL als Unterstützungsinstrument für die Lehrkraft. Die Rückmeldungen geben Hinweise auf Bereiche der Rechtschreibung oder auf einzelne Phänomene, die von der Klasse oder einzelnen Schüler*innen noch nicht hinreichend verstanden worden sind. Aus diesen Erkenntnissen können konkrete Schritte für die Unterrichtsentwicklung oder für die individuelle Förderung einzelner Schüler*innen abgeleitet werden. Anregungen zur Umsetzung im Unterricht finden Lehrkräfte unter Material und Downloads zum einen in der SCHNABEL-Handreichung und zum anderen in den didaktischen Materialien.

Darüber hinaus kann SCHNABEL Anlass für schulinterne Kommunikation bieten. So können sich Lehrkräfte basierend auf ihren Ergebnissen über verschiedene Ansätze und Materialien für den Rechtschreibunterricht austauschen.

Zudem werden die Prozentränge des jeweiligen "Förderwerts" ("richtige Grapheme" in den Jahrgangsstufen 1 bis 6, "Gesamtkennwert" in den Jahrgangsstufen 7 bis 10) für die Einteilung in die additive Sprachförderung, die Beantragung einer Außerunterrichtlichen Lernhilfe (AUL) und der möglichen Gewährung eines Nachteilsausgleichs sowie eines Notenschutzes verwendet. Diese Werte sind in allen Rückmeldungen fett markiert. 

Alle benötigten Materialien finden sich auf der SCHNABEL-Website im geschützten Bereich für Lehrkräfte. Dort werden die Testbögen für die Schüler*innen erstellt und heruntergeladen sowie der Bogen für die Lehrkraft, der die korrekten Lösungen enthält. Die kombinierte Durchführungs- und Auswertungsanleitung befindet sich für die jeweilige Jahrgangsstufe hier im geschützten Bereich zum Download.

Da es keinen festgelegten Tag für die Durchführung gibt, ist es unproblematisch, wenn einzelne Schüler*innen den Bogen einige Tage später bearbeiten als der Rest der Klasse. Wenn es sich um eine längere Abwesenheit handelt und eine zeitnahe Durchführung von SCHNABEL nicht mehr möglich ist, wird auf der SCHNABEL-Website im Bereich "Auswertung" bei diesen Schüler*innen der Button "später eingeben" aktiviert. So gibt das System eine Klassenrückmeldung ohne die fehlenden Schüler*innen aus.

Ebenso wie die Erstellung der Testmaterialien wird auch die Auswertung auf der SCHNABEL-Website vorgenommen. Lehrkräfte tragen die Antworten ihrer Klasse im geschützten Bereich unter dem Menüpunkt "Ergebnisse" >> "Auswertung" ein. Die zu schreibenden Wörter und Sätze sind bereits voreingetragen, sodass nur noch fehlerhafte Schreibungen eingetragen werden müssen. Die Eingaben werden anschließend automatisiert vom System ausgewertet und die Rückmeldungen sind unmittelbar verfügbar.

Die im SCHNABEL-Bogen enthaltenen Rechtschreibphänomene wurden im Abgleich mit den Hamburger Bildungsplänen ausgewählt. Darüber hinaus basiert SCHNABEL wie jedes kompetenzmessende Testverfahren auf einem klaren fachdidaktischen Ansatz. Für SCHNABEL wurde der schriftstrukturelle Ansatz herangezogen. Zu diesem Ansatz und den in SCHNABEL untersuchten Phänomenen finden sich weitere Informationen in der SCHNABEL-Handreichung im geschützten Bereich unter Material und Downloads.

Für die weiterführenden Schulen gibt es bei SCHNABEL unterschiedliche Normen. Zum einen wird eine Gesamtnorm ausgegeben und zum anderen jeweils eine schulformbezogene Norm (Gymnasium und Stadtteilschule). Diese Normen basieren auf unterschiedlichen Vergleichsgruppen. An den weiterführenden Schulen gilt als relevante Norm bei den Grenzwerten für alle Fördermaßnahmen (additive Sprachförderung, Nachteilsausgleich, Notenschutz, außerunterrichtliche Lernhilfe) die Gesamtnorm.

Grundsätzlich liegen nach der Eingabe der Antworten der Schüler*innen alle Ergebnisse online vor und werden dort durch das IfBQ auch erst nach einer Frist von 10 Jahren gelöscht. Allerdings kann es natürlich vorkommen, dass schulintern eine Klasse und damit die Ergebnisse vorschnell/versehentlich gelöscht werden. Oft lassen sich die Daten wiederherstellen. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist, ist es sinnvoll die Papierbögen so lange aufzubewahren, bis die Werte nicht mehr relevant sind. Im Allgemeinen ist es daher sinnvoll die Testbögen mindestens für ein Schuljahr zu verwahren, um beispielsweise für einen AUL-Antrag die Daten wiederherstellen zu können.

Grundsätzlich ist es sinnvoll die Ergebnisse aufzubewahren/nicht zu löschen, bis die Schüler*innen die Schule verlassen. Bei einem Schulwechsel ist es zudem sehr sinnvoll, die Rückmeldungen der letzten Testungen mit in die Schüler*innenakte zu legen, damit die neue Schule direkt ein Bild der Rechtschreibfähigkeiten hat und ggf. die Förderung nahtlos weitergehen kann. Auch für die Beantragung von AUL-Maßnahmen ist dieses Vorgehen sehr hilfreich.

Für die neue Schule ist es sehr hilfreich, wenn in der Schüler*innenakte die letzten SCHNABEL-Testungen bzw. die entsprechenden Rückmeldungen enthalten sind. Dadurch kann unmittelbar an die bisherige Förderung angeknüpft werden und Anträge für AUL können bei Bedarf direkt zu Beginn gestellt werden.

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Beltgens Garten 25
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